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Berliner Früh-Regatta



Elbe - Rudern macht hart! Das sollte uns an diesem stürmischen, regnerischen, eiskalten und tristen Regattawochenende zugute kommen. Denn trotz sehr hoher Wellen, welche man mit denen eines mit voller Fahrt voraus fahrenden Dampfers vergleichen kann, erzielten wir durchaus sehr gute Leistungen. Dies wird von den Rennzusammenfassungen nochmals belegt.

Auch dieses Jahr war die Grünauer Regatta, vom 27. bis zum 28. April 2002, wiedereinmal von großer Teilenehmerzahl gekennzeichnet. Insgesamt nahmen 2443 Ruderer teil.

Leider machte der sehr starke Wind der Regattaleitung einen Strich durch die Rechnung, deswegen kam es am Samstag zu größeren Verzögerungen, in der Rennabfolge. Teilweise hatte der Wind solche enormen Kräfte, dass er es sogar schaffte stämmige Personen vom Steg ins Wasser zu wehen. Zum Glück hatten wir alle genügend Wechselsachen dabei!

Samstag Abend zog es dann einige von uns in die Berliner City. Der Rest vergnügte sich in unserem Quartier. Die Stadtbummler, zu welchen auch ich gehörte, besichtigten zum Beispiel den Reichstag und dessen dazugehörige Gebäude, das Brandenburger Tor und die großen bekannten Uni-Gebäude. Ein ausgiebiges Abendmahl an Ali´s Dönerstand rundete den Abend ab.

Auch der nächste Regattatag startete recht verheißungsvoll mit einem 3. Platz. Zudem war das Wetter auch wesentlich Ruderer freundlicher. Insgesamt waren die Sonntägigen Rennergebnisse noch einen Tick besser als die vom Vortag. Erstaunlich war auch wie gut unsere Jüngsten den Slalomparcours meisterten.

Unser Verein belegte in der Ruderpokalswertung den 3. Platz, noch vor Pirna, welche mit ca. 70 Ruderern angereist waren.

Das von uns sehr erfolgreich abgeschlossene Ruderwochenende, endete gegen 14.37 Uhr mit unserem letzten Starter, André Schindler.

Daniel Raupach

Glückliche Momente...
(im Bild festgehalten von André Schindler)

Siegerehrung im Frauen-Doppelzweier (Vereinspokal)

Siegerehrung im leichten Männer-Einer B

Berliner Früh-Regatta aus der Sicht unserer Jüngsten


Am 27. und 28. April fand die Berliner Frühregatta in Grünau statt. Für Eric, Georg und mich war das die erste Regatta. Am Freitag 16.45 Uhr wurde ich von Christina zu Hause abgeholt. Danach luden wir noch Eric und Georg ins Auto. Wir hatten sehr viel Gepäck, deshalb hatten wir sogar Sachen auf unseren Füßen stehen - ganz schön unbequem.
In Berlin angekommen, brachten wir erst unsere Sachen in die Turnhalle, in der wir übernachten konnten. Danach begannen wir die Boote auszuladen und die Ausleger anzuschrauben. Es begann aber zu regnen, so dass wir aufhören mussten und in die Turnhalle zurückgingen. 22 Uhr wurde das Licht ausgemacht und wir sollten schlafen. Wir mussten ja auch am nächsten Tag schon 6 Uhr aufstehen. Das hat mich aber nicht so sehr gestört, weil ich auch sonst 6 Uhr aufstehen muss. Wir frühstückten und machten dann die Boote fertig. Anschließend hatten wir das erste Training und übten für die Wettkämpfe. Ich habe mir - wie immer - die rechte Hand aufgeschabt, so dass sie blutete. Außerdem war es sehr kalt, vor allem an den Händen, so dass es sich nicht gut fahren ließ. Spätestens 8 Uhr mussten wir vom Wasser runter, weil dann die Rennen begannen. Das war ganz schön hektisch - nur 2 Stunden Zeit für Aufstehen, Frühstücken, Umziehen, Boote fertig machen, trainieren und Boote vom Wasser holen. Ich bin mir nicht mal sicher, ob es sich bei der kurzen Trainingszeit überhaupt gelohnt hat.
13.24 Uhr sollte mein Rennen stattfinden (Jungen - Einer, 300 m Jahrgang 90). Ich war ganz schön aufgeregt.
Es regnete vormittags und es war sehr windig. Nach dem Training sind wir deshalb in die Turnhalle gegangen und hatten dort noch ein paar Stunden Zeit zum Lesen, Toben und Faulenzen. Schließlich gingen wir aber trotz des Regens raus und schauten uns die Rennen an.
Ich musste mich nun langsam für mein Rennen warm machen. 15 Minuten vor dem Start sollte ich aufs Wasser. Mein Rennen hatte aber eine halbe Stunde Verspätung - ich habe es aber vor Aufregung gar nicht bemerkt, weil ich keine Uhr umhatte. In meinem Rennen waren noch 6 weitere Boote - die 7 Boote wurden in 2 Gruppen geteilt. Ich kam erst in der 2. Gruppe dran, die erste hatte sehr schlechte Wetterverhältnisse. Aber kurz vor meinem Start gab es noch einmal Sonnenschein, der Wind war aber immer noch stark. Deshalb gab es große Wellen. In meiner Gruppe waren wir nur 3 Boote. Ich wurde in meiner Gruppe und auch im rennen 2. Das hat mich sehr gefreut. Ich hatte mir vorgenommen, auf keinen Fall Letzter zu werden. (Sonst hätte ich an Eric und Georg meinen Sandtaler verloren.)
Danach kam die schönste Zeit, wir hatten bis abends Freizeit. Wir haben erst noch bei den anderen Rennen zugeschaut. Von unserem Verein waren ca. 15 Leute dabei und wenn wir an einem Rennen beteiligt waren, waren wir oft auf vorderen Plätzen. Es waren auch sehr viele Berliner Clubs da, von denen war Tegel sehr gut. Außerdem waren noch Vereine aus Pirna, Rostock, Schwerin und Dresden dabei. Die Pirnaer fielen dadurch auf, dass sie keine Start- und Bugnummern besaßen, worauf sogar der Stadionsprecher hinwies.
Wir spielten dann noch in der Turnhalle und abends hatten wir noch einmal Training und haben Slalom geübt. Dieser Tag war ganz schön anstrengend. 22 Uhr war wieder Schlafenszeit, denn wir mussten auch am Sonntag früh aufstehen.
Der Slalom begann am Sonntag 12.25 Uhr. Diesmal starteten wir alle 3. Es waren 8 Boote im Rennen, in zwei Gruppen. In meiner Gruppe wurde ich 3., Georg in seiner 2. und Eric 3. Im Rennen war ich 4., Georg 6. und Eric 7.
Anschließend machten wir Mittag und verluden die Boote. Gegen 15 Uhr fuhren wir wieder heimwärts. Im Bootshaus warteten wir 2 Stunden auf den Bootshänger, der aber noch nicht kam. Trotzdem hatten wir noch genug zu tun. Ich war damit beschäftigt, meine Essensvorräte zu vertilgen.
Insgesamt war es ein anstrengendes aber schönes Wochenende. Als Andenken spüre ich auch 10 Tage später noch die Blasen an den Händen.

Johannes Renger

Unsere Ergebnisse im Überblick

Rennen Aktive Distanz
Platz 1 Frauen-D2: Kati Stelzer, Andrea Haaser 1000m
Frauen-D2 MDA 36: Rgm. + Renate Falk 1000m
Lgw. Männer-D1 B: Daniel Raupach 2000m
Mixed-D4 o. St.: Andrea Haaser, Kati Stelzer, Kersten Roscher, Sebastian Beetz 1000m
Platz 2 Jungen-D2 88 u. 89: Richard Heine, Toni Jesorski 3000m
Jungen-D2 88 u. 89: Richard Heine, Toni Jesorski 1000m
OFF-D4 o. St.: Daniel Raupach, Karsten Hänsel, Kersten Roscher, Sebastian Beetz 1000m
OFF-D2: Daniel Raupach, Kersten Roscher 1000m
Mixed-D2: Kati Stelzer, Sebastian Beetz 1000m
Lgw. Juniorinnen-D1 B: Bettina Hilliger 1500m
Männer-Vierer m. St. MA 27/MDA 50: Rgm. + Jörg Badelt, Ralf Krüger 1000m
Frauen-D4 o. St. MDA 36: Rgm. + Renate Falk 1000m
Jungen-D1 90 Abt. 2: Georg Langer Slalom
Platz 3 Lgw. Juniorinnen-D1 B: Bettina Hilliger 1500m
Junior-Einer A: Michael Obst 1000m
Junior-Einer 90: Johannes Renger 300m
Frauen-D4 o. St.: Andrea Haaser, Manuela Helbig, Kristina Kelber, Renate Falk 1000m
Jungen-D1 88: Richard Heine 1000m
Lgw. Jungen-D1 88: Toni Jesorski 1000m
Männer-Achter MDA 36/MDA 55: Rgm. + Jörg Badelt, Ralf Krüger 1000m
Jungen-D1 90 Abt. 2: Eric Eschler Slalom
Jungen-D1 90 Abt. 1: Johannes Rengler Slalom
Platz 4 Lgw. Junior-D1 B: André Schindler 1500m
Platz 5 Lgw. Junior-D1 B: André Schindler 1500m


Responsible for this page: Kristina Kelber
Last update: 04/07/2010