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Regatta Valenciennes (Frankreich) vom 10. - 12. Mai 2002

Nachdem wir vor zwei Jahren in Paris waren und letztes Jahr keine Zeit hatten, sollte es dieses Jahr wieder zu einer Regatta nach Frankreich gehen. Unser Ziel hieß diesmal Valenciennes. Wir vertraten die TU Dresden mit einer männlichen Vierer- und Achterbesatzung sowie mit einem weiblichen Doppelzweier (Andrea und Kati). Schon die Hinfahrt erwies sich als echtes Abenteuer, denn einer unserer Busse hatte Probleme mit der Elektronik, so dass wir einen unplanmäßigen Zwischenstop (ca. 3 Stunden) in Gera in Kauf nehmen mussten. Danach lief aber alles glatt und wir waren trotzdem noch pünktlich zum Abendessen in Frankreich. Anschließend fuhren wir ins Hotel, richteten unser Nachtlager ein und wollten eigentlich noch etwas gemütlich beisammen sitzen. Doch in Frankreich dürfen nur Gaststätten mit Lizenzen alkoholische Getränke ausschenken und auch Tankstellen dürfen nach 22 Uhr keine alkoholischen Getränke mehr verkaufen. So wurde der Abend dann mit einer mitgebrachten Flasche Rotwein (wir waren 14 Personen) und allerhand lustigen Gesprächen abgerundet.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen, fuhren wir erst einmal auf die Regattastrecke. Nachdem wir unsere Boote angebaut hatten, wurde eine erste Trainingseinheit absolviert.
Noch war der Regattaplatz ziemlich leer, denn die eigentliche Regatta fand erst am Sonntag statt. Da aber sehr viel internationale Beteiligung erwartet wurde, füllten sich die Wiesen auch schon am Sonnabend. Zum Mittag gab es für jeden ein Lunchpaket mit typisch französischen Baguettes. Bevor wir am Nachmittag noch eine zweite Trainingseinheit absolvierten, wurden die ersten Gegner in Augenschein genommen. Dazu gehörten zum Beispiel Rudermannschaften aus Oxford, Cambridge, Westminster, jede Menge Niederländer, aber auch Polen und Rumänen.
Am Abend stand dann der Empfang beim Bürgermeister von Valenciennes im Rathaus an. Es war schon etwas lustig mit anzusehen, wie die englischen Studenten in einheitlichen Anzügen, teilweise sogar im Frack auftraten und wir deutschen nur in T-Shirt und Jeans. Trotzdem war es eine sehr gelungene Veranstaltung. Gegen 23 Uhr war dann ein Feuerwerk an der Regattastrecke vorbereitet. Leider spielte das Wetter nicht mit, denn es goss wie aus Kannen. Aber wir blieben hart und schauten uns das Spektakel bis zur letzten Rakete an. Spät am Abend und völlig durchnässt kamen wir dann wieder in unser Hotel zurück und gingen zu Bett.

Sonntag morgen mussten wir ziemlich früh raus, denn Frühstück gab es an der Regattastrecke. Dann endlich ging die Regatta los und jetzt war auch wesentlich mehr Trubel auf dem Gelände. Als erstes startete der Männerachter auf der 3,5 km Langstrecke. In diesem Rennen starteten ausschließlich Universitätsmannschaften und unser Achter lag nach diesem Rennen auf dem 3. Platz. Nach den Langstreckenrennen die auf einem Kanal gefahren wurden, starten die Rennen über die 1000 m Distanz. Unsere männlichen Skuller waren im Leichten Männereiner, Männerdoppelzweier und Männerdoppelvierer vertreten und belegten einen 2., 9. und 3. Platz. Die Rennen waren größtenteils mit internationaler Beteiligung. In unserem Rennen, im Frauendoppelzweier, waren zum Beispiel Ruderinnen aus Rumänien, Frankreich und den Niederlanden vertreten. Auch wenn es ein sehr hartes Rennen war und der Abstand im Ziel nur noch 1,5 Sekunden zum zweiten Platz betrug, konnten wir unser Rennen gewinnen und einen riesigen Pokal mit nach Hause nehmen. Das letzte Rennen der Regatta war der Männerachter. Mittlerweile war die Sonne herausgekommen und es hatten sich viele Zuschauer an der Regattastrecke versammelt. Unter lauten Anfeuerungsrufen erruderten unsere Männer einen sehr guten 2. Platz hinter dem Imperial College London und vor der Mannschaft aus Manchester. Anschließend ging alles sehr schnell, abtrimmen, verladen, duschen und verabschieden. Pünktlich um 18 Uhr verließen wir Valenciennes. Vor uns lag eine lange Heimreise. Ich fuhr im Bus mit Bootshänger mit, welcher des Nachts noch die Zusatzbeleuchtung unter polizeilicher Kontrolle reparieren durfte. Aber pünktlich zum Frühstück am Montag morgen war auch ich wieder zu Hause.

Kati Stelzer
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Last update: 05/03/2008