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FISA WORLD MASTERS vom 05.-08. September 2002 in Racice



In diesem Jahr habe ich den Zonk gezogen und muss bzw. darf den Regattabericht über den Saisonhöhepunkt der Masters schreiben. Okay, also los gings am Donnerstag. Wir (Kristina, Manu und ich) trafen uns um 10 Uhr in Laubegast, um gemeinsam die Reise nach Racice anzutreten. Dank Manus ausgesprochen guten Gefühl für den richtigen Weg kamen wir dann gegen 12:30 Uhr am Zeltplatz in ... an. Da dort gerade Mittagspause war, entschieden wir uns, auch erstmal etwas zu essen. Nachdem Manu dann den Bungalowschlüssel organisiert hatte, bezogen wir unser Quartier. Nun darf man auf einem typisch tschechischen Campingplatz keine Luxusvillen erwarten. Aber immerhin gab es drei Betten, ein paar Schränke, Stühle und Tisch. Soviel dazu.
Später sind wir dann an die Regattastrecke gefahren, die sich ca. 30 km entfernt befand und die wir auch wiederum dank Manus guten Gefühlen mehr oder weniger schnell gefunden hatten. Erst am Freitag Nachmittag konnten wir eine Abkürzung ausfindig machen, bei der wir locker 10 km einsparen konnten. Okay, also angekommen an der Regattastrecke traf uns gleich der nächste Schock. Die Parkgebühren betrugen für jeden Tag lockere 5 Euro. Außerhalb des Geländes zu parken war unmöglich, da alles abgesperrt war. So mussten wir eben in den sauren Apfel beißen und den teuren Parkschein kaufen. Dann ging die Suche nach dem Bootswagen los und irgendwann war auch der gefunden. Da Regina erst abends kommen konnte, wurde es leider nichts mehr mit dem Vierertraining, denn 18 Uhr musste man schon wieder runter vom Wasser. So stiegen Manu und Kristina in den Zweier ohne und drehten damit noch eine Runde über die Strecke.
Abends saßen wir dann in gemütlicher Runde vor unserem typisch tschechischen Bungalow. Als die Mücken immer dreister wurden, griff Manu dann zur Spezialwaffe. Das war irgend so ein Teil, dass die ganze Zeit piepte und eigentlich die Mücken abhalten sollte. Naja, ging am Anfang auch ganz gut, bis die Mücken dann resistent dagegen wurden. Da es aber auch zunehmend kälter und später wurde, haben wir uns dann aber sowieso in unsere Betten verkrochen. Als Manu dann auch die letzte Mücke erschlagen hatte, konnten wir endlich das Licht ausmachen. Schließlich mussten wir ja für das Viererrennen am nächsten Tag ausgeschlafen sein.

Freitag früh halb sieben. Keiner konnte mehr schlafen. Also entschieden wir uns fürs Aufstehen. Nach einem mehr oder weniger ausgiebigen Frühstück fuhren wir zur Regattastrecke. Wir kamen gerade rechtzeitig um uns Renate im A-Doppelzweier anzuschauen. Gemeinsam mit Gabi Wölfer von Schönebeck konnte sie sich den 2. Platz errudern. Um 11:48 Uhr schlug dann auch für uns das Stündlein der Wahrheit. Es war Zeit für den Vierer mit. Im Boot saßen Kristina, Manu, Regina, Anne (Leipzig) und ich als Steuerfrau. Eigentlich wären es nur 3 Boote gewesen, aber eins hatte noch nachgemeldet. So hieß es für uns 1 gegen 3, denn alle drei Gegner kamen aus Großbritannien. Wir fuhren ein für uns sehr gutes Rennen. Ohne die Gegner wäre es echt super gewesen. Zum Schluss reichte es leider nur zu Platz 3, was aber angesichts der Trainingspause durch das Hochwasser auch nicht weiter verwunderlich war. Hinterher dann noch fix unter die Dusche und dann ab zum Mittagessen. Da das Essen an der Regattastrecke sehr teuer war (eine Bratwurst 3 Euro), entschieden wir uns für die Gaststätte. Für 4 Euro hatten wir jeder Gulasch mit Knödeln und ein Getränk. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir dann damit, uns noch einige Rennen anzusehen. So fuhr zum Beispiel Regina noch ein Achterrennen und belegte dabei den 2. Platz. Renate konnte sich im B-Einer einen 3. Platz erkämpfen.
Abends war dann wieder gemütliches Abendbrot angesagt. Manu fuhr mit Regina und ihrem Mann zum Essen ins Dorf. Kristina und ich begnügten uns mit unserer mitgebrachten Verpflegung. Wir hatten beide volle Rucksäcke mit und man kann das Zeugs ja nicht schlecht werden lassen. Außerdem konnten wir so auch viel besser die Mücken beobachten, die wir diesmal mit Mückenspray im Zaum hielten. Irgendwann sind wir aber dann auch an diesem Abend ins Bett, denn immerhin stand am nächsten Tag ja noch der Zweier ohne an.

Samstag schliefen wir dann ein wenig länger. Wir hatten ja auch genug Zeit, da das Rennen erst am Nachmittag stattfinden sollte. So konnten wir in aller Ruhe das Frühstück genießen (und die Mücken, die ja auch irgendwann mal ausgeschlafen haben), unsere Sachen packen und uns dann auf den Weg zur Regattastrecke machen. Den Vormittag vertrieben wir uns damit, auf der Tribüne zu sitzen und die Rennen zu beobachten. Renate startete noch einmal mit Gabi Wölfer im Zweier, diesmal aber in der Altersklasse B, wo sie einen sehr guten 2. Platz belegte. Gegen Mittag hieß es dann, sich langsam für den Zweier ohne fertig zu machen. 14:33 Uhr sollte der Start erfolgen. Manu und Kristina nahmen sich vor das Beste zu geben und das taten sie dann auch. Nach einem spannenden Rennen und einem ebenso packenden Endspurt konnten sie sich einen sensationellen 2. Platz erkämpfen.

Nachdem das Boot wieder gut verschnürt auf dem Hänger lag, traten wir die Heimreise Richtung Dresden an.
So, an dieser Stelle endet mein Bericht. Über alle Rennen die danach bzw. am Sonntag stattfanden kann ich leider nichts mehr schreiben.

Christina Thomas

Unsere Ergebnisse im Überblick

Platz 1 A 8+: Jörg Badelt, Ralf Krüger in Rgm.
Platz 2 WA 2x, WB 2x, MixB 4x: Renate Falk
WA 8+: Regina Töpfer
WA 2-: Manuela Helbig, Kristina Kelber
B 8+: Jörg Badelt, Ralf Krüger in Rgm.
Platz 3 WB 1x: Renate Falk
WA 4+: Anne Knospe, Regina Töpfer , Manuela Helbig, Kristina Kelber, Stf. Christina Thomas
MixC 2x: Regina Töpfer
A 4+: Ralf Krüger in Rgm.
MixA 4x: Renate Falk


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Last update: 04/07/2010