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In diesem Jahr habe ich den Zonk
gezogen und muss bzw. darf den Regattabericht über den
Saisonhöhepunkt der Masters schreiben. Okay, also los gings am
Donnerstag. Wir (Kristina, Manu und ich) trafen uns um 10 Uhr in
Laubegast, um gemeinsam die Reise nach Racice anzutreten. Dank Manus
ausgesprochen guten Gefühl für den richtigen Weg kamen wir
dann gegen 12:30 Uhr am Zeltplatz in ... an. Da dort gerade
Mittagspause war, entschieden wir uns, auch erstmal etwas zu essen.
Nachdem Manu dann den Bungalowschlüssel organisiert hatte, bezogen
wir unser Quartier. Nun darf man auf einem typisch tschechischen
Campingplatz keine Luxusvillen erwarten. Aber immerhin gab es drei
Betten, ein paar Schränke, Stühle und Tisch. Soviel dazu.
Später sind wir dann an die Regattastrecke gefahren, die sich ca.
30 km entfernt befand und die wir auch wiederum dank Manus guten
Gefühlen mehr oder weniger schnell gefunden hatten. Erst am
Freitag Nachmittag konnten wir eine Abkürzung ausfindig machen,
bei der wir locker 10 km einsparen konnten. Okay, also angekommen an
der Regattastrecke traf uns gleich der nächste Schock. Die
Parkgebühren betrugen für jeden Tag lockere 5 Euro.
Außerhalb des Geländes zu parken war unmöglich, da
alles abgesperrt war. So mussten wir eben in den sauren Apfel
beißen und den teuren Parkschein kaufen. Dann ging die Suche nach
dem Bootswagen los und irgendwann war auch der gefunden. Da Regina erst
abends kommen konnte, wurde es leider nichts mehr mit dem
Vierertraining, denn 18 Uhr musste man schon wieder runter vom Wasser.
So stiegen Manu und Kristina in den Zweier ohne und drehten damit noch
eine Runde über die Strecke.
Abends saßen wir dann in gemütlicher Runde vor unserem
typisch tschechischen Bungalow. Als die Mücken immer dreister
wurden, griff Manu dann zur Spezialwaffe. Das war irgend so ein Teil,
dass die ganze Zeit piepte und eigentlich die Mücken abhalten
sollte. Naja, ging am Anfang auch ganz gut, bis die Mücken dann
resistent dagegen wurden. Da es aber auch zunehmend kälter und
später wurde, haben wir uns dann aber sowieso in unsere Betten
verkrochen. Als Manu dann auch die letzte Mücke erschlagen hatte,
konnten wir endlich das Licht ausmachen. Schließlich mussten wir
ja für das Viererrennen am nächsten Tag ausgeschlafen sein.
Freitag früh halb sieben. Keiner konnte mehr schlafen. Also
entschieden wir uns fürs Aufstehen. Nach einem mehr oder weniger
ausgiebigen Frühstück fuhren wir zur Regattastrecke. Wir
kamen gerade rechtzeitig um uns Renate im A-Doppelzweier anzuschauen.
Gemeinsam mit Gabi Wölfer von Schönebeck konnte sie sich den
2. Platz errudern. Um 11:48 Uhr schlug dann auch für uns das
Stündlein der Wahrheit. Es war Zeit für den Vierer mit. Im
Boot saßen Kristina, Manu, Regina, Anne (Leipzig) und ich als
Steuerfrau. Eigentlich wären es nur 3 Boote gewesen, aber eins
hatte noch nachgemeldet. So hieß es für uns 1 gegen 3, denn
alle drei Gegner kamen aus Großbritannien. Wir fuhren ein
für uns sehr gutes Rennen. Ohne die Gegner wäre es echt super
gewesen. Zum Schluss reichte es leider nur zu Platz 3, was aber
angesichts der Trainingspause durch das Hochwasser auch nicht weiter
verwunderlich war. Hinterher dann noch fix unter die Dusche und dann ab
zum Mittagessen. Da das Essen an der Regattastrecke sehr teuer war
(eine Bratwurst 3 Euro), entschieden wir uns für die
Gaststätte. Für 4 Euro hatten wir jeder Gulasch mit
Knödeln und ein Getränk. Den Rest des Nachmittags verbrachten
wir dann damit, uns noch einige Rennen anzusehen. So fuhr zum Beispiel
Regina noch ein Achterrennen und belegte dabei den 2. Platz. Renate
konnte sich im B-Einer einen 3. Platz erkämpfen.
Abends war dann wieder gemütliches Abendbrot angesagt. Manu fuhr
mit Regina und ihrem Mann zum Essen ins Dorf. Kristina und ich
begnügten uns mit unserer mitgebrachten Verpflegung. Wir hatten
beide volle Rucksäcke mit und man kann das Zeugs ja nicht schlecht
werden lassen. Außerdem konnten wir so auch viel besser die
Mücken beobachten, die wir diesmal mit Mückenspray im Zaum
hielten. Irgendwann sind wir aber dann auch an diesem Abend ins Bett,
denn immerhin stand am nächsten Tag ja noch der Zweier ohne an.
Samstag schliefen wir dann ein wenig länger. Wir hatten ja auch
genug Zeit, da das Rennen erst am Nachmittag stattfinden sollte. So
konnten wir in aller Ruhe das Frühstück genießen (und
die Mücken, die ja auch irgendwann mal ausgeschlafen haben),
unsere Sachen packen und uns dann auf den Weg zur Regattastrecke
machen. Den Vormittag vertrieben wir uns damit, auf der Tribüne zu
sitzen und die Rennen zu beobachten. Renate startete noch einmal mit
Gabi Wölfer im Zweier, diesmal aber in der Altersklasse B, wo sie
einen sehr guten 2. Platz belegte. Gegen Mittag hieß es dann,
sich langsam für den Zweier ohne fertig zu machen. 14:33 Uhr
sollte der Start erfolgen. Manu und Kristina nahmen sich vor das Beste
zu geben und das taten sie dann auch. Nach einem spannenden Rennen und
einem ebenso packenden Endspurt konnten sie sich einen sensationellen
2. Platz erkämpfen.
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