|
Vom 2.7. bis zum 4.7. fand in
Salzgitter der 36. Bundeswettbewerb statt. Ich (Johannes Renger) und
mein Freund Eric Eschler waren die einzigen Laubegaster unter ca. 70
Sachsen, die am BW teilnahmen. Insgesamt nahmen 14 Bundesländer
(außer Thüringen und Saarland) teil.
Donnerstag 9:45 ging es am DRV
mit dem Bus los. Die Fahrt nach Salzgitter (nahe bei Hannover) dauerte
über 4 Stunden. Die Zeit vertrieben wir uns mit Kartenspielen. Als
wir endlich ankamen, fing es natürlich an zu regnen. Doch es war
nur ein kurzer Schauer. Nachdem wir die Umkleidekabinen gefunden
hatten, zogen wir uns um und bauten unser Boot an. Am Nachmittag fuhren
dann wieder alle zusammen mit dem Bus von der Regattastrecke zur
Turnhalle, in der wir übernachten sollten. Die Turnhalle war
riesig, wurde aber geteilt, denn außer Sachsen übernachtete
noch Sachsen-Anhalt dort. Weil die Verpflegung erst am Freitag begann,
aßen wir erst einmal alles, was mir mit hatten. Da es schon
relativ spät und das Wetter schlecht war, wurde an diesem Tag
nichts mehr unternommen. Wir spielten noch ein bisschen Karten.
Nachtruhe war eigentlich 22:30, aber es hielt sich sowieso niemand
daran.
Am Freitagmorgen mussten wir zeitig aufstehen, denn unser
Langstreckenrennen über 3000m im Jungen-Doppelzweier JG 90/91 LG
begann um 9:20. Vorher mussten wir noch frühstücken, wiegen
gehen, unsere Startnummer kaufen, erwärmen...
Am Samstag mussten wir wieder zeitig aufstehen, denn der
Zusatzwettbewerb fand statt. Es gab über 70 Gruppen. Und 13
Abteilungen, in denen immer ca. 6 Gruppen gegeneinander antraten. Eric
und ich waren in unterschiedlichen Abteilungen.
Am Sonntag waren die Finals, für die man sich am Freitag
qualifiziert hatte. Unser Rennen war um 12:10. Deshalb hatten wir nach
dem Frühstück an der Regattastrecke noch Zeit bis zum Rennen.
Da wir nur ins D-Finale gekommen waren, wollten wir auf jeden Fall 1.
oder 2. werden. Wenigstens an diesem Tag war schönes Wetter. Das
Rennen war sehr knapp. Wir lagen lange Zeit auf dem 3. Platz, aber dann
kenterte das Boot aus Bayern, das sich auf dem 2. Platz befunden hatte.
Das war natürlich die Chance. Aber kurz vorm Ziel überholte
uns das Boot aus Sachsen-Anhalt sehr knapp. Und sie bekamen die
Silbermedaille. Wir waren schlecht gelaunt, weil es so knapp gewesen
war. Später, als wir uns die Zeiten aus unserem Rennen ansahen,
stellten wir fest, dass wir eine knappe halbe Sekunde vor
Sachsen-Anhalt ins Ziel gekommen waren. Es war so knapp, dass niemand
gesehen hatte, dass wir schneller waren. Wir waren natürlich sehr
erfreut und beschwerten uns im Regattabüro. Der Irrtum wurde
schnell klargestellt. Und wir waren nun doch 2. und bekamen unsere
Medaillen. |
|
Die Medaillengewinner
|
|
Die Leute aus Sachsen-Anhalt mussten ihre
Medaillen wieder zurückgeben und waren bestimmt schrecklich
deprimiert. Damit war der Tag dann doch noch gelungen. Um 15:00 fuhren
wieder alle zusammen mit dem Bus nach Dresden. Ca 19.45 kamen wir an.
Der BW hat viel Spaß gemacht. Ich könnte jetzt schreiben,
dass ich mich auf das nächste Mal freue, aber dann sind wir ja
schon zu alt. |
Johannes Renger