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FISA WORLD MASTERS vom 02.-05. September 2004 in Hamburg



Vom 02.-05.September 2004 fanden in Hamburg die 31.FISA World Masters statt. Wegen unseres eigentlich nicht den eigenen Wünschen und Ansprüchen entsprechenden Trainingszustandes fuhren wir am 02.09.04 mit gemischten Gefühlen gen Norden. Nach einer problemlosen Anreise bauten wir dann auf der zum Zeltplatz gewandelten Wiese an der Regattastrecke unsere Zelte auf. Wir kamen gerade rechtzeitig, um die wegen der Vielzahl von Meldungen bereits am Donnerstag stattfindenden Rennen zu beobachten. Zwischen dem letzten Rennen und dem Einbruch der Dunkelheit drehten wir dann noch eine kleine Runde auf der "Dover Elbe" in der Paris. Nach einem zünftigen Nudelessen ging es dann mit bereits deutlich spürbarer Aufregung in den Schlafsack.

Am Freitag hatten wir dann um 15:27 Uhr unser erstes Rennen im MW 4+B. Da es während der Rennen keine Trainingsmöglichkeiten auf dem Wasser gab, versuchten wir uns durch Beobachten von Rennen etwas abzulenken. Irgendwann standen dann Jörg und Ralf nach ihrem „Fledermaus-Sieg“ im MM 8+ B als erste Laubegaster auf dem Siegersteg. Auch Dieter konnten wir auf dem Weg zu seinem 4. Platz im MM 1x D anfeuern.

Sieg des Fledermaus-Achters

Wirklich Appetit auf Mittagessen hatte keiner. Die „Vernunft“ führte dann doch wenigstens zu Bananen und Müsli-Riegeln im Magen.... und glücklicherweise zu viel Flüssigkeit, denn trotz kalendarischem Septemberbeginn und kühlen Nächten trieb die Sonne uns tagsüber in den Schatten.

Endlich „durften“ wir dann aufs Wasser. Man sollte meinen, dass wir nach durchschnittlich 25 Regattajahren ruhig an die Sache gehen könnten. Aber nein! Regina, Manu und ich waren (mindestens!) so aufgeregt wie vor unserem ersten Start in Adelaide / Australien (1997) und Anne wollte endlich auch mal ein Radettelchen von den FISA-Masters.

„Attention – Go!“ und dann begann unser erstes Rennen bei den B-Frauen. Unsere Steuerfrau Silke peitschte uns förmlich über die Stecke. Irgendwann hatte ich dann die beiden Britischen Boote auf Backboard beim Fassen gut im Blick, aber mit den Holländerinnen auf Steuerbord kämpften wir Bug an Bug. 250m, 500m, dann ein Frequenzspurt der Holländerinnen. Dafür fehlten uns die „Körner“. Also weiter „Druck“ und nicht nachgeben, auch wenn die Beine weich wurden. 300m vor dem Ziel kam dann mit zittriger Stimme aus dem Bug: „wir führen“. Also Augen zu und durch! Endlich kam dann die erlösende Zielglocke. Der Jubel hinter mir verriet: Wir hatten es geschafft, wenn auch mit „nur“ 0.5 Sekunden Vorsprung. Nachdem ich das Rennen (insbesondere den Endkampf) auf Video gesehen habe, weiß ich nun auch, warum Rolli auf der Tribüne nur knapp einem „Herzinfarkt“ entgangen ist...
Überglücklich versuchten wir uns auf dem Siegersteg auf den Beinen zu halten, um unsere Radettelchen in Empfang zu nehmen...

Masterinnen-B Vierer mit

Nach dem Auffüllen von reichlich „Flüssigkeit“ ging es uns dann auch richtig gut (Was macht es schon, wenn die Beine da wie Blei sind??) und das Abendbrot schmeckte vorzüglich.
Gefreut haben wir uns auch über den 3. Platz, den unsere D-Frauen Sabine, Sabine, Steffi und Daggi im MW 4x- in einem Fünf-Boote-Feld erruderten. Zusätzlich gab es für sie dann noch Platz 6 im MW 8+D in Rgm. mit Pirna.
Die Fledermaus-Männer mussten sich im MM8+A den „Hünen aus Brandenburg“ (R. Krüger) mit einer halben Länge geschlagen geben.

Am Sonnabend morgen schauten wir gelöst in die Sonne. Was nun noch kam, war Zugabe. Gegen Mittag machte sich dann doch wieder Aufregung breit. Die Holländerinnen hatten für den MW 4+A nicht gemeldet und die beiden Britischen Boote sollten zu kontrollieren sein – wenn den unsere Kräfte für ein zweites derartiges Rennen reichten. Unsere nagelneue Taktik: „Blitzstart – freirudern – Feld kontrollieren“ ging trotz noch immer schwerer Beine zum ersten Mal auf. Mit einer reichlichen Länge Vorsprung erruderten wir unser zweites Radettelchen. Das war schon Wahnsinn!

Kristina Kelber


Responsible for this page: Kristina Kelber
Last update: 04/07/2010