Rezept
für einen Frauenachter
Zutaten
für einen Frauen-Achter zum Start beim Head
in London
man
nehme
- einen Pool von 13 Frauen
aus Düsseldorf, Neuss und Hamm, bevorzugt mit
Zusatzqualifikationen z.B. als Ärztin oder Masseurin
- ein gutes, leichtes
gelbes Boot (Düsseldorf)
- gut greifbare,
handfreundliche Riemen (Neuss)
- eine zuverlässige
Steuerfrau, tauglich auch für Schneeregen (Chrissi)
- einen
verständnisvollen, auch Bootstransporte übernehmenden Trainer
(Luis)
- eine neue Steueranlage
und eine aufgeladene Coxbox
Backzeit
(von der Nikolausregatta bis zum Rennen am
07.03.09)
weiter
werden benötigt
- ein mail-Server, der bei
150 e-mails in der Woche zur Organisation des gemeinsamen Trainings
nicht aussteigt
- viel Geduld, wertvolle
Tipps, unzählige Stunden im Internet und Telefonate nach London
zur Registrierung (Annette)
- ein zufälliges
Treffen von Susanne mit Charlie aus Neuss, um in London eine preiswerte
Übernachtungsmöglichkeit zu bekommen im Molesey Boat Club
- eine Risikoabwägung
für Tunnel oder Fähre (Regina)
- einen unfreiwilligen
Ein-Frau-Fan-Club mit Kamera (Ulla) und eine Ersatzfrau, die
kurzfristig deren Bootsplatz übernimmt (Vici),
- Packlisten
(Kentersäcke, schicke hohe Gummistiefel
„wellies“…, notfalls vor Ort käuflich)
- Einkäufer (Isabelle
und Kathrin) für 2 Kisten Lebensmittel und vieeeel Wasser (Trinken
ist wichtig, 3 l am Tag!)
- Kulinarische Highlights
für die Fahrt – Kuchen und Sekt (Dank an Anja und Hilde)
- eine Flasche Killepitsch
und einen Radschläger als Gastgeschenk aus Düsseldorf
- einen Vereinsbus, in den
fast alles reinpasst
- Freiwillige, die Freitag
um 7 Uhr das Boot auf den Düsseldorfer Hänger packen und den
Trainer, der freiwillig nach Frechen und zurück fährt
- Frankfurter, die am
Rasthof Frechen das Boot übernehmen und dafür auch ihren
Steuermann bekommen und Ulla mitnehmen
- viel Heizung und
Lüftung im Bus, um nach dem Verladen im strömenden Regen
wieder zum Leben zu erwachen und viele Münzen für WCs
- immer besser werdendes
Wetter bei der Fahrt über Belgien nach Frankreich
- Labyrinthfähigkeiten,
um an der gigantisch (über?)dimensionierten Tunnelverladung in
Calais das Schlupfloch mit dem Bus in den Zug zu finden
- Geographisches und
klimatisches Basiswissen: Belgien und Frankreich sind auf dieser
Fahrstrecke totlangweilig, die Insel jedoch schön hügelig,
nicht bergig! und klimatisch frauenfreundlich (nahezu warm und sonnig)
- Geduldige
linksfahrfähige Chauffeurin (Susanne) „Anja, gib den Spiegel
frei“ mit Schwung im Kreisverkehr „jetzt hast Du den Roten
aber ausgebremst!!!“ mit gutem Kartenmaterial – wir haben
alles gut gefunden…
- Viel Geduld beim Warten
auf den Frankfurter Hänger … Ulla, wir haben Huuunger!!!
Und endlich nach Parkplatzfund (ist nicht einfach) Einkehr beim
Italiener
- Sortierung der
Schlafplätze nach Schnarchern und Intelligenztest beim
Türöffnen der Umkleide
Das
langsame Herausziehen des Bleches
- Parkplatzsuche mit
Diskussionen, Umparken und Einwerfen der vielen Münzen für
die maximale Parkzeit von 4 h
- Boot aufbauen, wie geht
diese doofe festgerostete 13 er Mutter (nicht mother sondern nut) von
den Verbindungsbolzen der Achterteile runter??? Ölspray hilft
- Kann die Jugend (Jahrgang
89/90) nicht sich wie verabredet erst am Boot treffen und dann shoppen
oder warum brauchen die fast eine halbe Stunde auf dem WC??? Die
Masters (Jahrgang 73 und älter) warten leicht genervt am Boot,
demzufolge
- warten in der Schlange,
ums Boot ins Wasser zu bringen, ging aber doch schneller als gedacht,
wegwerfen von wellies und Sandalen, fertigmachen…
- ist die Coxbox an? Nein,
nicht aufgeladen L, aber muss dann halt so
gehen ;-)
- einsortieren und
aufreihen in der Perlenschnur Start Nr. 176 muss zwischen 175 und 177
reinpassen (super Organisation!)
- feststellen, dass wir
Warmduscher sind (mit langen Hosen und Shirts unter den Einteilern, die
Briten fahren großteils nur im Einteiler)
- nächste Division
(bestehend auf 50 Booten) aufrücken, weiter, weiter, noch 3
Minuten bis zur Wende, doch noch schnell ein paar Hosen ausziehen, 2
Minuten … sind doch schon um, 1 Minute und ab geht’s
…durch die Brücke und Start
- die anderen kommen immer
näher, fahren im rasanten Tempo vorbei, 177, 178, 179, 180,
Mensch, sind wir lahm (zum Glück waren wir vorgewarnt), wenigstens
scheint die 181 ungefähr gleich weit weg zu bleiben und so haben
wir die Chance, uns auf uns zu konzentrieren, was nach der
anfänglichen Hektik auf der Rollbahn beim überholt werden uns
ganz gut getan hat
- siehst Du die
Brücke, nein, noch 100 m, und noch mal 100 und die letzten 100
gehen auch noch - endlich Ziel, wir haben´s gar nicht gemerkt,
aber geschaaafft!
- Anlegen: ist die Themse
kalt, wo sind die Schuhe? Wann gibt es wo Ergebnisse- warten auf die
results, die im Internet zu finden sind
- Boot abbauen, die Jugend
will in die Innenstadt, die Masters kommen in den Genuss von Charlies
(Hans-Peters) Ortskenntnissen
- Anja, wir warten auf
Dich, Du brauchst Dich in der Kurve nicht hinlegen!
- Die Masters bekommen eine
schöne individuelle Stadtrundfahrt – Info zum Ergebnis juhu,
72. nach dem vorläufigen Ergebnis!!! und einen Sektempfang –
god save the queen, danke Charlie und Laury!!! und beenden den Abend
gemütlich mit indischem Essen
- Die Jugend
schwächelt und ist vor uns da, die vorangekündigte
Römerparty fand (zum Glück) nicht in im Bootshaus statt,
- Dafür entpuppt sich
Hilde als gute Masseurin und Annette kann aus ihrem medizinischen
Wissen schöpfen und sich um Kathrins Sonnenbrand, Isabells
Katzenallergie und Anjas potentiellen Kahnbeinbruch kümmern
Quintessenz
und Backergebnis
- Annette prüft das
Hypothermie-Gen der Engländer
- Chrissi checkt das
nächste Mal die Sprechanlage vor dem Rennen und lädt die
Coxbox
- Hilde zieht zum Rennen
eine Unterhose an
- Anja kauft
anständiges Schuhwerk (denk an den Skiurlaub), dann bleiben die
Knochen ganz
- Englische Parks sind ganz
schön groß – Kurs im Zeitmanagement für Anja,
Hilde und Regina, aber auch für Isabelle, Vici, Kathrin und
Chrissi (Treffzeit am Boot einhalten, shoppen hinterher muss reichen)
- Ulla als Finanzminister
überweist 40 Pfund fürs Überziehen der Parkzeit –
Wucher!
- Dafür sind
Fotografen in Personalunion mit Ein-Frau-Fan-Clubs wie Ulla unabdingbar
(da sehen wir einfach besser aus) und auch sonst hilfreich
(Ölspray besorgen, Wertgegenstände, Stiefel und Sandalen
einsammeln, hüten und wieder verteilen,…)
- Unsere Schlagfrau Susanne
kann links fahren und ist prima Schlag gefahren:
- wir sind 70. von 294 und
drittschnellstes deutsches Boot, yeah!
- Mache Dir nichts draus,
wenn Du überholt wirst!
Start Nr. 177-180 haben im Ergebnis die Plätze 1, 2, 3 und 14 und
setzten sich aus echten Spitzenruderinnen zusammen – wir wollten
doch schon immer mal gegen Medaillengewinner von Peking und Mitglieder
der Nationalmannschaften aus Großbritannien, Italien, Niederlande
und der Schweiz rudern ;-)
Es
starteten für die Renngemeinschaft Düsseldorf / Hamm / Nuess
(stand so im
Regattaprogramm, woher können die Neusser Platt?):
Kathrin
Kockel, Annette Bürger, Vici Tetzlaff, Isabell Buchholz,
Steuerfrau Chrissy
Sternberg (alle RC Germania Düsseldorf) Anja Cellar, Hilde
Rosenhövel (RC
Hamm), Regina Töpfer, Susanne Angenendt (Neusser RV)
written
by Regina
Töpfer unter Mitwirkung von Crew und Fan-Club
…übe auch gerade sitzen …
Responsible
for this page:
Kristina Kelber
Last update: 01/09/2009