
Nachdem
ich mich mit den Masters einige Monate im Bermuda-Dreieck des
Rudersports
(Dresden- Bad Lobenstein – Wien) herumgetrieben hatte, hielt ich
es für eine
gute Idee, mal ein gemütliches Wochenende anläßlich der
Landesmeisterschaften
in Eilenburg zu verbringen.Nur so aus Spaß an der Freude.
Doch
erstens kommt es anders..., jedenfalls war Andrea mit den Sportlern
alleine und
das hätte ja schon mit dem Transport nicht funktioniert.
Wenigstens muste ich
nicht schon 6 Uhr losfahren, sondern konnte gemütlich gegen 8:30
Uhr losrollen.
Nach einer Ehrenrunde in einem Kuhdorf bei Wurzen (tolle
Baustellenausschilderung) kamen wir relativ pünktlich in Eilenburg
an. Prima
Wetter, Sonne, bisschen kühl, aber zum Rudern Klasse Bedingungen.
Naja, wenn
Engel reisen...
Ich
konnte mcih dann nützlcih machen beim Auftrimmen, Ausmessen etc.,
was eben so
alles vor einem Wettkampf nötig ist. Boote zum Training, zum Start
und wieder
Retour, Problemchen beheben, Rennen anschauen und anfeuern,
zwischendurch jede
Menge Bekannte treffen, schwatzen, fachsimpeln, Kaffee trinken und
schon war
derTag fast rum. Dann ging es rasch in die Pension nach Sprotta, die
wir wieder
für uns alleine hatten, also Kampfrichter und Trainer, die lieben
Sportler
waren in der Turnhalle untergebracht.
Es ist doch immer wieder interessant, mit den
alten Ruderkollegen zu diskutieren, zumal wenn man lange nicht mit dem
Nachwuchsrudersport zu tun hatte. Hauptthema war diesmal die RWR
(Ruderwettkampfregeln), die doch von überraschend vielen Trainern
und
Übungsleitern beachtet wird wie die StVO, nämlich nicht bzw.
man biegt sie sich
zurecht, so nach dem Motto, Recht ist, was mir nützt. Das bringt
unnötige
Spannungen zwischen die Vereine, wenn jeder seine Vorstellungen auf
Kosten
anderer durchsetzen will. An dieser Stelle ist ein starker Veranstalter
und
eine konsequente Regattaleitung gefragt, u msolche Probleme, die sich
über alle
Altersklassen erstrecken, gar nicht erst auftreten zu lassen. Da ist es
gut,
wenn ein kompetenter Schiedsrichter mit am Tisch sitzt, mit dem diese
ganze Problematik
durchdiskutiert werden kann. Auf jeden Fall war es wiedermal sehr
interessant
und der Abend wie immer zu kurz, aber man musste ja früh wieder
raus an die
Regatta-strecke.
Nach
einem guten Frühstück in der Pension,
der Tag sieht gleich viel freundlicher aus, ging es wieder los zur
Kiesgrube.
Und schon hatte einen der Ruderalltag wieder. Dann tauchten auch noch
Clara und
Volkhard auf, da Judith überraschend krank geworden war und Clara
dafür
einsprang. Hat sie aber gut hingekriegt, das kann man auch für die
anderen
sagen, alle haben sich Mühe gegeben und die entsprechenden
Ergebnisse
eingefahren. Die Ergebnisliste folgt am Ende, ich möchte auch
keine
Einzelwertung abgeben, auf jeden Fall hat es wieder Spaß gemacht,
mit dem
Vereinsnachwuchs unterwegs zu sein und bei dieser Gelegnheit
(eigentlich war es
umgedreht gedacht) viele ehemalige Ruderkumpel zu treffen.

Rolf
Grabner