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Anti-Doping-Camp 2008 in Saarbrücken


Wie auch in den letzten Jahren waren dieses Jahr deutsche und französische Sportler (U17) aus allen Sportarten eingeladen um sich über das Thema Anti-Doping zu informieren und zu diskutieren. So kamen u.a. Sporttänzer, Judoka, Fechter, Radsportler eine Sportschützin und natürlich Ruderer zusammen.

Schon am Montag trafen sich die deutschen Teilnehmer in Saarbrücken um sich kennen zu lernen und um sich über Wünsche und Erwartungen auszutauschen. Die französischen Teilnehmer reisten erst am nächsten Tag an. In den Dreier-Zimmern waren immer Franzosen und Deutsche zusammen. Jetzt waren Fremdsprachenkenntnisse gefragt. Doch mit gutem Willen, Händen und Füßen reichte auch mein Schulfranzösisch.

Los ging es mit Kennenlern-Spielen, bis auch der Letzte Marinne von Marion und Martine unterscheiden konnte und dazu noch die Sportart wusste. Im Anschluss waren wir zur Besichtigung des Saarländischen Rundfunks eingeladen. Doch schon hier zeigte sich ein Problem, dass uns die ganze Woche lang begleiten sollte: Es ist extrem anstrengend und langweilig sich alles erst in Deutsch und dann noch mal in Französisch anzuhören.

Deswegen wurden auch die Theoriestunden, die in den nächsten Tagen stattfanden, in nationalen Gruppen gehalten. Manchmal wurden auch im Anschluss die Ergebnisse von Diskussionen verglichen. In diesen Vorträgen und Diskussionen lernten wir einerseits, welche Arten von Doping es gibt und welche Nebenwirkungen sie haben, aber auch wie es zu Versuchungssituationen kommen kann. Wie verhält man sich, wenn man Doping angeboten bekommt? Und wie, wenn man denkt, dass ein Anderer dopt?

Neu war für mich, dass auch bei Sportarten in denen nicht Kraft und Ausdauer entscheidend sind, Doping ein Problem ist. Wichtig ist auch die Balance zwischen Trainer, Sportler und Erfolg (um welchen Preis?).Welche Perspektiven hat man außerhalb des Sports?

Bei einer Diskussionsübung versuchten wir typische Argumente für die Dopingfreigabe zu entgegenhalten. Das  ist gar nicht so einfach. Was kann man der Meinung eines Trainers: „Ich habe die Einstellung des Sportlers zu akzeptieren. Wir leben in einer Demokratie!“ entgegenhalten?

Die Nachmittage verbrachten wir mit Sportarten, die auch das Kontaktknüpfen unterstützen. Was ist verbindender als gemeinsam das schnellstmögliche aus einem Drachenboot zu holen? Auch Mountainbike oder Klettergarten stand auf dem Programm.

Natürlich erkundeten wir auch Saarbrücken in einer Stadtrallye mit anschließendem Rathausempfang. Ein anderer Höhepunkt war eine Diskussionsrunde mit Spitzensportlern, die mit uns über ihre Erfahrungen sprachen.

Ein großer Spaß war auch der Olympische Abend, an dem es galt in Gruppen witzige Aufgaben zu erledigen. Z.B. Teebeutel-Weitwerfen (mit dem Mund!). Oder: ein Seilspringwettbewerb, bei dem die Mannschaft gewinnt, die (ohne Uhr) das beste Zeitgefühl hat und nach einer Minute aufhört. Oder ein Wettbewerb um die schlagkräftigsten Anti-Doping-Slogans.

Nach einer Woche hieß es Abschiednehmen, was allen schwer fiel, denn es war eine schöne und interessante Zeit, in der viele Freundschaften geknüpft wurden.

 Caroline Hackler

Responsible for this page: Kristina Kelber
Last update: 22/09/2008