Am 30. Juni ging es los zum BW in Hürth (in der Nähe
von
Köln). Der DRC, der DRV und wir (Martin, Andrea und Caroline)
bestritten die 7-stündige Reise in Kleinbussen, der PRV hatte
sich ein Reisebus gemietet.
Am frühen Nachmittag kamen wir an und trafen auch bald auf
unsere
anderen sächsischen Mitstreiter. Dann trimmten wir unsere
Boote auf und ruderten unsere ersten Kilometer auf dem nur etwa 3km
langen See. Nachdem wir unser Training beendet hatten, wurde es voll.
Nicht nur Pirna,
sondern auch viele andere Vereine aus ganz Deutschland kamen nun an. Es
herrschte großer Andrang an den 2 Stegen, die Sportler
standen ewig Schlange und auch bei den wenigen Plätzen mit
freier Sicht auf die Regattastrecke drängten sich die
Zuschauer. Auf dem Bootsplatz war es für die gerade erst
eingetroffenen Vereine schwer, einen Platz für ihre Boote zu
finden. Doch zum Glück regelte sich dies irgendwie, so dass
alle Sportler rechtzeitig zu ihren Rennen erscheinen konnten.
Da wir als erste mit dem Rudern fertig waren, aßen wir gleich
Abendbrot.
An diesem Abend waren auch ein paar Fernseher aufgestellt worden, da es
natürlich auch dort Fußballverrückte gab,
die sich das Spiel Deutschland
gegen Argentinien auf keinem Fall entgehen lassen wollten. Nach dem
Spiel
fuhren wir schließlich zu der Turnhalle. Auch dort gab es
manches zu
beklagen: die Halle war zwar groß, aber wir mussten sie mit 3
anderen
Bundesländern teilen, also war es eng, stickig und laut. Doch
hier fanden
wir eine Lösung: Wir Laubegaster und ein paar Trainer
schliefen in einem
Teil des Vorraums. Am nächsten Morgen erwachten wir ausgeruht,
da wir nicht
darauf warten mussten, dass auch die Mecklenburger endlich leise
wurden.
Jetzt fuhren wir erst mal raus, damit wir später nicht am Steg
anstehen mussten, dann gingen wir zum Frühstück. Mein
Start war erst 10:30 Uhr, also hatten
wir noch ein wenig Zeit, in der auch ich mir die anderen Starter
ansehen konnte. Dann wärmte ich mich auf und
schließlich starteten meine 3000m, die ich als 2. mit nur 3
Sekunden Abstand zur Ersten beendete.
Martins Rennen startete erst ganz zum Schluss und auch er beendete es
gut. Mit
der anschließenden Siegerehrung endete dieser Tag auch schon.
Am nächsten Tag war der Zusatzwettbewerb. Meine
zehnköpfige Gruppe war ganz zum Anfang dran. Es wurden 10
Aufgaben gestellt, bei denen man seine Geschicklichkeit beweisen
musste:
- mit einem Pedalo ein
Stück fahren, mit 3 Bällen nach
Dosen werfen und dann wieder zurück
- mit dem Fuß 3
Bälle durch ein Loch in einem Brett zu
schießen (Das schafften allerdings die Wenigsten!)
- als Staffel 2000 Meter mit
einem Ergometer bewältigen (jeder 200
Meter, dann Wechsel)
- als Staffel sich jeweils 2m
nur auf Dosen fortbewegen, bei
Bodenberührungen gab es Zeitstrafen
- Hindernislauf
(über einen Tisch klettern, Hockey-Slalom, ...)
- 4 Leute tragen jeweils 2
Holzriemen, der 5. hängt sich dran,Wechsel
und die andere Hälfte der Mannschaft übernimmt die
Riemen.
- Staffel: 2 Leute
müssen in einem Kastenteil eine Runde rennen, dann
wechseln bis alle gerannt sind
- 100m Sprintstaffel
- Jeweils drei
Standweitsprünge pro Person, der nächste
fängt auf Höhe der vorherigen Person an
- Jede Gruppe muss in 3
Minuten so viel wie möglich Punkte sammeln,
in dem sie Bälle sammelt, doch die Bälle, die am
weitesten weg liegen, bringen die meisten Punkte ein
Jetzt
war Martin, der den Vormittag zum Training nutzte, mit seinem Team
dran. Ich fuhr raus, wobei ich aufpassen musste, dass ich die Leute,
die vom schönen Wetter zum baden verführt worden
waren, nicht überfuhr: d.h. Slalomübung. Nachdem auch
Martin mit dem Zusatzwettbewerb fertig war, hatten wir Zeit zum
relaxen. Bei der Siegerehrung wurde ich total überrascht als
sich herausstellte, dass meine Gruppe beim Zusatzwettbewerb gewonnen
hatte. Nach dem Abendessen ging es dann auch gleich ins Bett, da Martin
am nächsten Morgen gleich als Erster seinen Start
über 1000m hatte.
Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück
direkt zur Regattastrecke. Bald ging es auch mit Martins
Erwärmung los. Rund eine Stunde später ruderte er
auch schon zum Start und bald darauf startete sein B-Finale, in dem die
7 bis 12 Platzierten (von 22) der Langstrecke sich miteinander
maßen. Um die Mittagszeit startete auch mein Rennen, in dem
ich mich, nachdem ich
in der ersten Hälfte minimal hinten lag, mit einem Endspurt,
den mir Andrea nie zugetraut hätte, mit nur 3,5
Zehntelsekunden zur 1., auf den 2. Platz rettete. Da die Siegerehrung
gleich am Steg stattfand, wurden am Nachmittag nur
noch die besten Bundesländer geehrt und dann ging es auch
schon früher als erwartet nach Hause und wir konnten auf ein
schönes Regattawochenende zurückblicken.
Caroline
Hackler
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Kristina Kelber
Last update: 27/01/2007