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Bundeswettbewerb 2006 in Hürth


Am 30. Juni ging es los zum BW in Hürth (in der Nähe von Köln). Der DRC, der DRV und wir (Martin, Andrea und Caroline) bestritten die 7-stündige Reise in Kleinbussen, der PRV hatte sich ein Reisebus gemietet.
Am frühen Nachmittag kamen wir an und trafen auch bald auf unsere anderen sächsischen Mitstreiter. Dann trimmten wir unsere Boote auf und ruderten unsere ersten Kilometer auf dem nur etwa 3km langen See. Nachdem wir unser Training beendet hatten, wurde es voll. Nicht nur Pirna, sondern auch viele andere Vereine aus ganz Deutschland kamen nun an. Es herrschte großer Andrang an den 2 Stegen, die Sportler standen ewig Schlange und auch bei den wenigen Plätzen mit freier Sicht auf die Regattastrecke drängten sich die Zuschauer. Auf dem Bootsplatz war es für die gerade erst eingetroffenen Vereine schwer, einen Platz für ihre Boote zu finden. Doch zum Glück regelte sich dies irgendwie, so dass alle Sportler rechtzeitig zu ihren Rennen erscheinen konnten. Da wir als erste mit dem Rudern fertig waren, aßen wir gleich Abendbrot. An diesem Abend waren auch ein paar Fernseher aufgestellt worden, da es natürlich auch dort Fußballverrückte gab, die sich das Spiel Deutschland gegen Argentinien auf keinem Fall entgehen lassen wollten. Nach dem Spiel fuhren wir schließlich zu der Turnhalle. Auch dort gab es manches zu beklagen: die Halle war zwar groß, aber wir mussten sie mit 3 anderen Bundesländern teilen, also war es eng, stickig und laut. Doch hier fanden wir eine Lösung: Wir Laubegaster und ein paar Trainer schliefen in einem Teil des Vorraums. Am nächsten Morgen erwachten wir ausgeruht, da wir nicht darauf warten mussten, dass auch die Mecklenburger endlich leise wurden.
Jetzt fuhren wir erst mal raus, damit wir später nicht am Steg anstehen mussten, dann gingen wir zum Frühstück. Mein Start war erst 10:30 Uhr, also hatten wir noch ein wenig Zeit, in der auch ich mir die anderen Starter ansehen konnte. Dann wärmte ich mich auf und schließlich starteten meine 3000m, die ich als 2. mit nur 3 Sekunden Abstand zur Ersten beendete.
Martins Rennen startete erst ganz zum Schluss und auch er beendete es gut. Mit der anschließenden Siegerehrung endete dieser Tag auch schon.

Am nächsten Tag war der Zusatzwettbewerb. Meine zehnköpfige Gruppe war ganz zum Anfang dran. Es wurden 10 Aufgaben gestellt, bei denen man seine Geschicklichkeit beweisen musste:
  1. mit einem Pedalo ein Stück fahren, mit 3 Bällen nach Dosen werfen und dann wieder zurück
  2. mit dem Fuß 3 Bälle durch ein Loch in einem Brett zu schießen (Das schafften allerdings die Wenigsten!)
  3. als Staffel 2000 Meter mit einem Ergometer bewältigen (jeder 200 Meter, dann Wechsel)
  4. als Staffel sich jeweils 2m nur auf Dosen fortbewegen, bei Bodenberührungen gab es Zeitstrafen
  5. Hindernislauf (über einen Tisch klettern, Hockey-Slalom, ...)
  6. 4 Leute tragen jeweils 2 Holzriemen, der 5. hängt sich dran,Wechsel und die andere Hälfte der Mannschaft übernimmt die Riemen.
  7. Staffel: 2 Leute müssen in einem Kastenteil eine Runde rennen, dann wechseln bis alle gerannt sind
  8. 100m Sprintstaffel
  9. Jeweils drei Standweitsprünge pro Person, der nächste fängt auf Höhe der vorherigen Person an
  10. Jede Gruppe muss in 3 Minuten so viel wie möglich Punkte sammeln, in dem sie Bälle sammelt, doch die Bälle, die am weitesten weg liegen, bringen die meisten Punkte ein
Jetzt war Martin, der den Vormittag zum Training nutzte, mit seinem Team dran. Ich fuhr raus, wobei ich aufpassen musste, dass ich die Leute, die vom schönen Wetter zum baden verführt worden waren, nicht überfuhr: d.h. Slalomübung. Nachdem auch Martin mit dem Zusatzwettbewerb fertig war, hatten wir Zeit zum relaxen. Bei der Siegerehrung wurde ich total überrascht als sich herausstellte, dass meine Gruppe beim Zusatzwettbewerb gewonnen hatte. Nach dem Abendessen ging es dann auch gleich ins Bett, da Martin am nächsten Morgen gleich als Erster seinen Start über 1000m hatte.

Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück direkt zur Regattastrecke. Bald ging es auch mit Martins Erwärmung los. Rund eine Stunde später ruderte er auch schon zum Start und bald darauf startete sein B-Finale, in dem die 7 bis 12 Platzierten (von 22) der Langstrecke sich miteinander maßen. Um die Mittagszeit startete auch mein Rennen, in dem ich mich, nachdem ich in der ersten Hälfte minimal hinten lag, mit einem Endspurt, den mir Andrea nie zugetraut hätte, mit nur 3,5 Zehntelsekunden zur 1., auf den 2. Platz rettete. Da die Siegerehrung gleich am Steg stattfand, wurden am Nachmittag nur noch die besten Bundesländer geehrt und dann ging es auch schon früher als erwartet nach Hause und wir konnten auf ein schönes Regattawochenende zurückblicken.

Caroline Hackler
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Last update: 27/01/2007