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Der Lehrgang Berlin-Grünau 2005


Die Bestplatzierten im Langstreckenrennen des Bundeswettbewerbes wurden vom DRV für die erste Herbstferienwoche zum Lehrgang eingeladen. Als einziger Dresdner Teilnehmer fuhren mich Andrea und Gunnar nach Berlin-Grünau.

Zunächst stellte sich die ganze Gruppe, einschließlich der Betreuer (Arne, Uwe und Susi) vor. Es wurde ein langer lustiger Abend und die Betreuer hatten es nicht ganz leicht mit uns. Irgendwann gingen wir dann schlafen, doch wir wussten was uns früh bevorstand - Frühsport.
Als wir morgens pünktlich auf dem Gang standen, gaben die Trainer bekannt, dass der Frühsport nur virtuell stattfindet. Glück gehabt! Nach dem Frühstück wurde jeden Tag 9 km gerudert.

Danach hörten wir Vorträge über Steuermannsbefehle, Vorfahrtsregeln, Organisation des DRV, Bootskunde, Schall­zeichen, Wettkampfregeln sowie Rudern und Naturschutz.

Die Nachmittage verbrachten wir im Zentrum von Berlin mit einem Stadt­rund­gang, einem Ku’-Damm-Shopping-Bummel mit Anprobe eines überaus eleganten mitternachts­blauen perlenbestickten Abendkleides. Anschließend genossen wir den Blick über das nächtliche Berlin. Weitere kulturelle Höhepunkte waren ein Besuch der BBG, wo wir erfuhren, wie ein Ruderboot gebaut wird, eine Besichtigung des Museums für Technik und Verkehr mit einem anschließenden leckeren Abendessen in einer Pizzeria.

Wir führten das beliebte Brettspiel Scottland-Yard durch, allerdings live, d.h. wir Detektive (Sportler) mußten die Verbrecher (Trainer) in Berlin suchen und durften dabei nur Bus, S-, U- und Straßenbahn benutzen.

Weitere Ausflüge führten uns in eine Sporthalle, in der wir menschliche Pyramiden bauten, Geschicklichkeits-Mannschafts-übungen durchführten (Ein 2,5m hohes Netz aus Seilen überwinden, wobei jedes Loch nur zweimal benutzt werden und die Seile nicht berührt werden durften).
Nach den Ausflügen wurde Abendbrot gegessen und es wurden witzige Spiele gespielt. Bei einem musste man sich eine relativ kurze Schnur in den linken T-Shirt-Ärmel rein und aus dem rechten Hosenbein rausfädeln und so alle Personen einer Gruppe an die Schnur reihen.

Bei einem anderen Spiel knotete man alle entbehrlichen Kleidungsstücke aneinander. Die Gruppe mit dem längeren Gebilde hatte gewonnen.
Doch dieser Rhythmus wurde von zwei Ereignissen durchbrochen:

Die Nachtwanderung: Nach dem Abendessen ging es los. Wir wurden in fünf Gruppen aufgeteilt und in den Wald gefahren. Wir sollten eine Gaststätte suchen. Die Schwierigkeit bestand darin, dass nur Einem der Gruppe kurz die Wanderkarte mit dem Wegverlauf gezeigt wurde. An unterschiedlichen Plätzen und zu unterschiedlicher Zeit starteten die einzelnen Gruppen. Normalerweise hätte man für den Weg eine dreiviertel Stunde gebraucht. Doch wir trafen nach einer Viertelstunde auf eine andere Gruppe. Drei Mädchen dieser Gruppe wurden von den Betreuern angestiftet so zu tun, als hätten sie panische Angst im Dunkeln. Sie schrien an jeder dunklen Stelle und bei jedem sich bewegendem Ast. Wir beschlossen ihnen zu helfen, was zur Folge hatte, dass wir erst nach drei belastenden Stunden endlich ankamen.

Das Rudersportfertigkeitsabzeichen in Bronze:
Am Freitag ruderten wir nicht sondern schrieben den theoretischen Teil der Prüfung. Den praktischen Teil hatten die Betreuer schon bei den allmorgendlichen 9 km Rudern geprüft.


Sonntag Mittag hieß es dann Abschied nehmen. So wie ich als erste gekommen bin, holten mich meine Eltern auch als letzte ab. Es war eine prima Woche.

Caroline Hackler

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Last update: 27/01/2007