„Quer durch
Berlin“? Hört sich lang an. Nüchtern
betrachtet ist es das nicht – die Streckenlänge beträgt
lediglich sieben
Kilometer. Bei einem Durchmesser der Stadt Berlin von ca. 40 km scheint
die
Bezeichnung „Quer durch Berlin“ nicht passend. Man sollte
die Strecke deswegen
nicht unterbewerten. Sieben Kilometer sind für einen
Wettkampfruderer, der
normalerweise eine Streckenlänge von 1000 m bzw. 2000 m
gewöhnt ist, ein
ordentliches Stück Weg.

Die Regatta war
für Großboote, also Vierer und Achter
ausgeschrieben. Insgesamt 110 Mannschaften stellten sich der
Herausforderung,
die sieben Kilometer auf dem sehr kurven- und brückenreichen Kurs
der Spree
durch das Berliner Stadtzentrum zurück zu legen. Gestartet wurde
an der
Jungfernheidebrücke im Stadtteil Charlottenburg. Dann ging es
durch
Charlottenburg und Moabit entlang vieler Industriegebäude auf der
Spree in
Richtung Regierungsviertel. Das Ziel lag dann auf Höhe des
Bundeskanzleramtes
und des Hauses der Kulturen der Welt.
Sieben Kilometer, in
denen Mannschaft und insbesondere
Steuermann Höchstleistungen abverlangt wurden. Denn neben 12
Brücken und sechs
Kurven zu meistern, galt es, die vor einem gestarteten Boote taktisch
günstig
zu überholen. Der Abstand zwischen den startenden Booten betrug
lediglich 30
Sekunden.
Der Laubegaster
Ruderverein schickte zwei Mannschaften im
Mixed-Gig-Doppelvierer-Rennen mit Steuermann ins Rennen.

Anne Weiser,
Katja
Kühn, Gunnar Krisch, Stefan Glorius und Steuermann Martin Lindner
bildeten die
eine Viererbesetzung;

Andrea Haaser, Annika
Radtke, Michael Obst,
André
Schindler und Steuerfrau Ulrike Obst die Zweite.
Der letztgenannte
Vierer ging
in dem Rennen als Erster an den Start. Auf der Strecke konnte die
Mannschaft
die nachfolgenden Konkurrenten zunächst auf Abstand halten. Nach
zwei
Kilometern holte der Vierer vom Spreeruderclub Köpenick jedoch
kontinuierlich
auf und war nach sechs geruderten Kilometern bis auf 50 m
herangekommen. Sie
konnten die Überholmanöver auf der engen Spree jedoch nicht
so gut durchführen
wie unsere Steuerfrau Ulrike Obst. Mit einem kräftigen Endspurt
nach der
letzten Brücke konnte unser Vierer den Abstand wieder auf das
Ausgangsmaß
erhöhen. Für den Sieg hat es leider doch nicht gereicht. Zum
erstplatzierten
Boot fehlen 4 Sekunden und zum Zweiten sogar nur 0,8 Sekunden, sodass
am Ende
ein dritter Platz verbucht werden konnte. Der andere Vierer des LRVD
belegte
fünften Rang.
Nach dem
Langstreckenrennen ist das Laubegaster Team nicht
sofort nach Dresden zurück gereist. Der Abend wurde gemütlich
in einem
Italiener am Hackeschen Markt verbracht, genächtigt haben wir dann
im Bootshaus
des SC Köpenick. Am Sonntag frühstückten wir in einem
Cafe unter den Linden und
besichtigten anschließend die Berliner Innenstadt, unter anderem
auch den Fortschritt
des Abrisses von Erich´s Lampenladen (Palast der Republik). Damit
war das
Wochenende für uns jedoch noch nicht zu Ende. Nach der Ankunft in
Radebeul
ruderten wir unsere geliehenen Gigboote zurück zum DRC.
An dieser Stelle noch
einmal vielen Dank an den LRV
Sachsen, der uns die Gigs zur Verfügung stellte, den SSV Planeta
Radebeul, der
die Boote nach Berlin transportierte und ganz besonders an Matthias
Lindner.
Ohne ihn wäre das Team nicht nach Berlin gekommen.