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"Quer durch Berlin" am 11.10.2008


„Quer durch Berlin“? Hört sich lang an. Nüchtern betrachtet ist es das nicht – die Streckenlänge beträgt lediglich sieben Kilometer. Bei einem Durchmesser der Stadt Berlin von ca. 40 km scheint die Bezeichnung „Quer durch Berlin“ nicht passend. Man sollte die Strecke deswegen nicht unterbewerten. Sieben Kilometer sind für einen Wettkampfruderer, der normalerweise eine Streckenlänge von 1000 m bzw. 2000 m gewöhnt ist, ein ordentliches Stück Weg.

Die Regatta war für Großboote, also Vierer und Achter ausgeschrieben. Insgesamt 110 Mannschaften stellten sich der Herausforderung, die sieben Kilometer auf dem sehr kurven- und brückenreichen Kurs der Spree durch das Berliner Stadtzentrum zurück zu legen. Gestartet wurde an der Jungfernheidebrücke im Stadtteil Charlottenburg. Dann ging es durch Charlottenburg und Moabit entlang vieler Industriegebäude auf der Spree in Richtung Regierungsviertel. Das Ziel lag dann auf Höhe des Bundeskanzleramtes und des Hauses der Kulturen der Welt.

Sieben Kilometer, in denen Mannschaft und insbesondere Steuermann Höchstleistungen abverlangt wurden. Denn neben 12 Brücken und sechs Kurven zu meistern, galt es, die vor einem gestarteten Boote taktisch günstig zu überholen. Der Abstand zwischen den startenden Booten betrug lediglich 30 Sekunden.

 
Der Laubegaster Ruderverein schickte zwei Mannschaften im Mixed-Gig-Doppelvierer-Rennen mit Steuermann ins Rennen.

  

Anne Weiser, Katja Kühn, Gunnar Krisch, Stefan Glorius und Steuermann Martin Lindner bildeten die eine Viererbesetzung;

 

Andrea Haaser, Annika Radtke, Michael Obst, André Schindler und Steuerfrau Ulrike Obst die Zweite.

Der letztgenannte Vierer ging in dem Rennen als Erster an den Start. Auf der Strecke konnte die Mannschaft die nachfolgenden Konkurrenten zunächst auf Abstand halten. Nach zwei Kilometern holte der Vierer vom Spreeruderclub Köpenick jedoch kontinuierlich auf und war nach sechs geruderten Kilometern bis auf 50 m herangekommen. Sie konnten die Überholmanöver auf der engen Spree jedoch nicht so gut durchführen wie unsere Steuerfrau Ulrike Obst. Mit einem kräftigen Endspurt nach der letzten Brücke konnte unser Vierer den Abstand wieder auf das Ausgangsmaß erhöhen. Für den Sieg hat es leider doch nicht gereicht. Zum erstplatzierten Boot fehlen 4 Sekunden und zum Zweiten sogar nur 0,8 Sekunden, sodass am Ende ein dritter Platz verbucht werden konnte. Der andere Vierer des LRVD belegte fünften Rang.

Nach dem Langstreckenrennen ist das Laubegaster Team nicht sofort nach Dresden zurück gereist. Der Abend wurde gemütlich in einem Italiener am Hackeschen Markt verbracht, genächtigt haben wir dann im Bootshaus des SC Köpenick. Am Sonntag frühstückten wir in einem Cafe unter den Linden und besichtigten anschließend die Berliner Innenstadt, unter anderem auch den Fortschritt des Abrisses von Erich´s Lampenladen (Palast der Republik). Damit war das Wochenende für uns jedoch noch nicht zu Ende. Nach der Ankunft in Radebeul ruderten wir unsere geliehenen Gigboote zurück zum DRC.

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an den LRV Sachsen, der uns die Gigs zur Verfügung stellte, den SSV Planeta Radebeul, der die Boote nach Berlin transportierte und ganz besonders an Matthias Lindner. Ohne ihn wäre das Team nicht nach Berlin gekommen.

 
André Schindler

Responsible for this page: Kristina Kelber
Last update: 29/10/2008