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Rudern in den USA  (Philadelphia, PA)


Nicht nur in Deutschland ist Rudern ein beliebter Sport, sondern auch in den USA. Es verbindet die Freude an diesem Sport, es trennen aber auch viele kulturelle Unterschiede.

 

Ich lebe bei Philadelphia, einer der größten Ruderstädte der USA und arbeite als Au Pair für ein Jahr hier. In Philadelphia rudert man seit 1732, es werden viele Wettkämpfe auf der Regattastrecke ausgetragen. Die 12 Rudervereine am Schuylkill River sind alle direkt nebeneinander und gehören zu einer Sehenswürdigkeit Philly’s, da es „alte“ historische Gebäude sind.

  

 

Rudern ist überwiegend ein College (Universitäts) Sport. Man beginnt erst im Alter von ca. 18 Jahren. Außerdem wird überwiegend geriemt. Das ist in Philly  aber eine Ausnahme, hier ist das Skullen mehr verbreitet.

Da ich hier ein Jahr bin, wollte ich gerne in einem Verein Mitglied werden. Dies ist jedoch nicht so einfach, da man eine aufwändige Prüfungsprozedur über sich ergehen lassen muss.      
Zunächst benötigt man jemanden (ein Mitglied des Vereins, dem man beitreten möchte), der einen einführen kann. Zum Glück hatte ich schon einen Ruderer kennen gelernt, der mich mitnahm. Dies ermöglichte mir, dass ich eine offizielle Bewerbung ausfüllen konnte. Als nächstes wurde ich zu einem Gespräch eingeladen und konnte danach, als Gast, rudern gehen. Dies dient aber als weitere Kontrolle, ich war immer noch kein Mitglied.
Nach diesen überstandenen Hürden „durfte“ ich dann zu einem (Pflicht-) Dinner mit dem Vorstand (ca. 30 Herren) gehen. Dort musste ich mich erneut vorstellen, mein Anliegen vortragen und begründen. Anschließend wurde ich in persönlichen Gesprächen mit dem Präsidenten des Vereins und anderen wichtigen Personen geprüft.         


 

 

Rudervereine sind „geschlossene“ gesellschaftliche Gruppen. Es ist schwer ihnen beizutreten, aber wenn man es schafft, sind sie sehr, sehr freundlich. Mir ist es geglückt im „Undine Barge Rowing Club“ Mitglied zu werden. Mit eigenem Schlüssel kann ich nun jederzeit rudern gehen. Die Ruderstrecke ist wunderschön, leider aber mit vielen Brücken.           
Es gäbe noch viel mehr zu berichten, aber das kann ich euch, bei Interesse, im nächsten Sommer @ home erzählen. Bis dahin sage ich : „ready? row!“ (Alles vorwärts, los!)

Ulrike Obst

Responsible for this page: Kristina Kelber
Last update: 27/01/2008